Die Marke Playmobil

Playmobil ist ein System-Spielzeug des deutschen Unternehmens Geobra Brandstätter mit Sitz in Zirndorf. Hauptelement ist eine 7,5 cm große Spielfigur aus Kunststoff. Hände, Arme, Beine und der Kopf lassen sich bewegen. An die Hände können verschiedene Teile, wie Werkzeuge oder Waffen, angesteckt werden. Der Markenname und der charakteristische blaue Schriftzug wurden von dem Künstler und Grafikdesigner Rainer Willingstorfer entworfen.

Plastikfigur als Kulturträger

Der Spielzeughersteller Playmobil wird in diesem Jahr 40 Jahre alt, was Dr Sascha Szabo zum Anlass nahm, die Marke unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu durchleuchten. Die Plastikfiguren sind rund sieben Zentimeter groß und verzaubern seit Jahrzehnten jung und alt mit ihrem freundlichen Lächeln.

Die Erfolgsstory begann im Jahr 1974

Im Februar des Jahres 1974 wurden die Plastikmännchen auf der Spielzeugmesse das erste Mal vorgestellt. Zunächst wurden die Figuren vom Publikum noch skeptisch betrachtet. Allerdings wandelte sich das Bild schnell und die Figuren wurden bereits nach Beendigung der Messe zum ultimativen Verkaufsschlager. Die Marke startete mit den drei Urtypen, dem Bauarbeiter, dem Indianer und dem Ritter. Zwei Jahre später bereits, bekam die Spielzeugfamilie mit der Playmobilfrau Zuwachs. Das Portfolio an Figuren erweiterte sich dann in den Achtziger Jahren schnell und bekam Kinder mit individuellen Gesichtern. 2012 wurde die Playmobilfrau "Anna" schwanger und komplettierte die Evolutionsgeschichte. Mit welchen Figuren sich der Spielzeughersteller zum 40. Geburtstag selbst beschenkt bleibt abzuwarten.

Playmobil ist international tätig

Rund 60 Prozent aller Spielzeugfiguren werden im fränkischen Dietenhofen, Zirndorf und Selb produziert. Die restliche Produktion findet in den unternehmenseigenen Werken auf Malta, in Tschechien und Spanien statt. Aufgrund des Erfolgs des Plastikspielzeugs wurden seit der Jahrtausendwende Freizeitparks ins Leben gerufen, die die Playmobilfiguren thematisieren. Mittlerweile gibt es Playmobil-Fun-Parks in Zirndorf, Paris, Palm-Beach, Athen und auf Malta. Jede Playmobil-Figur besteht aus sieben einzelnen Teilen. Dazu zählen Frisur, Kopf, Innenteil, zwei Arme, Oberkörper und Unterkörper

Die Spielthemen reichen von Westernstadt, Polizei und Feuerwehr über Bauernhof und Piraten bis zum Prinzessinenschloss. Damit konnte Playmobil den Mädchenanteil des ursprünglichen Jungenspielzeugs auf 40 Prozent steigern.

Freiburger Institut durchleuchtet die Geschichte wissenschaftlich

Das Freiburger Institut, welches sich mit Theoriekultur beschäftigt, nahm den Geburtstag zum Anlass, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Erfolgsprodukt zu generieren. Es entstand ein Sammelband mit dem Namen "Playmobil durchleuchtet", der von Hannah Köpper und Sacha Szabo herausgegeben wurde. Darin wurden die Männchen als kulturelles Objekt dargestellt und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Im Mittelpunkt der Forschung standen die Individualisierung, die historische Exaktheit der Figuren und die Entwicklung des Frauenbilds in der Playmobilgesellschaft. Heraus kam eine liebevolle Widmung der Wissenschaft und ein Geschenk an den Spielzeughersteller Playmobil zum 40. Geburtstag.

Playmobilfiguren haben sich ständig weiterentwickelt

Dr. Szabo erklärt, dass er als Kind selbst mit den Plastikfiguren gespielt habe und die Entwicklung selbst miterlebt hat. Dabei durchliefen die Figuren sozusagen die Evolution von den unterschiedlichen Ständen wie Wehrstand, Lehrstand und Nährstand in Form von Rittern, Ärzten und Bauarbeitern. Mit der Integration von Frauen und Kindern entwickelte sich auch die Gesellschaft der Playmobilfiguren bis heute stetig weiter.